Eine Kunstausstellung besuchen

Ich war vor kurzem in einer Kunstausstellung in Hannover. Ich finde die Art einiger Menschen – sich eine Kunstausstellung anzusehen – äußerst seltsam. Sich Kunst anzusehen, bedarf einiges an Zeit und Interesse, einfach nur durchzulaufen und mal hier und mal da ein Bild oberflächlich zu betrachten, hat nichts mit dem Besuch einer Kunstausstellung zu tun. Sicher, jeder hat seine eigene Methode, sich Kunst anzusehen, allerdings sollte man einige Dinge beachten.

Als allererstes solltet ihr euch Zeit für die Ausstellung nehmen – empfehlenswert ist auch die Möglichkeit der Kartenvorbestellung – eventuell in Verbindung mit einer Führung. Ich würde auch auf Schulferien achten, denn bestimmte Museen sind besonders in und kurz vor den Ferien beliebte Ausflugsziele für Schüler. Wer also viel Wert auf einen ruhigen Rundgang legt, der sollte diese Zeit besser meiden. Auch die Planung der Anreise und die Parkmöglichkeiten zählen zur Organisation dazu.

Garderobe nutzen!

Manchmal sehe ich Touristen, die mit großen Rucksäcken durch eine Ausstellung gehen. Das kann sehr unangenehm sein und behindert die Freude an der Kunst. Aus diesem Grund würde ich Jacke, Mantel und schwere Gegenstände an der Garderobe abgeben. Häufig müssen größere Rücksäcke abgegeben werden, weswegen ein kleiner Beutel oder eine kleine Tasche – welche man nicht abgeben muss – empfehlenswert sind.

In der Ausstellung

Am Anfang laufe ich immer alles schnell ab und notiere mir die Säle oder Bilder, welche mich besonders interessieren. Im Anschluss gehe ich an den Anfang der Ausstellung zurück und arbeite mich langsam durch. Achtet immer auf die Beschreibungen und kleinen Extras am Rande, diese können Antworten zur Bedeutung oder Entstehung des Bildes geben – man sollte sich jedoch nicht dazu „verpflichtet“ fühlen. Ist eine Skulptur oder ein Bild von einer Gruppe belagert, macht es Sinn, diese vorerstmal zu überspringen und später zurückzukehren.

Auf Gefühle achten!

Das ist das Wichtigste beim Besuchen einer Ausstellung. Achtet auf eure Gefühle und lasst euch einfach leiten. All die Notizen und all die Informationen sollten nebensächlich sein. Packt euch ein Bild, dann bleibt stehen und denkt nicht daran, dass ihr unbedingt noch ein anderes Bild sehen müsst. Kunst kann wunderbar sein und sollte auf jeden Fall mit Gefühlen genossen werden.

Ich benötige dabei manchmal Musik. Diese hilft mir dabei, die Kunst besser zu genießen und meine Gefühle zu verstärken. Ich weiß nicht so recht, ob ich damit alleine dastehe, doch Musik und Kunst gehen Hand in Hand. Ich habe erst letztens einige alte Musikkassetten aus den Achtzigerjahren bei mir zuhause gefunden und einige Kassetten digitalisieren lassen, um sie auf meinem Smartphone abspielen zu können. Ich weiß noch nicht genau, welche Musiktitel sich darauf befinden, doch die Songs kommen beim nächsten Besuch bestimmt zum Einsatz.

Weitere Tipps

  • Wählt nicht immer dasselbe Museum oder dieselbe Ausstellung, seht euch auch mal etwas abseits der üblichen Wahl um und achtet auf Empfehlungen und Rezessionen.
  • Betretet die Ausstellung nicht mit leerem Magen, das lenkt nur ab und die Konzentration geht auch flöten. Am besten nimmt man sich einen kleinen Snack mit.
  • Auch als Kunststudentin greife ich gerne auf die Möglichkeit einer Führung zurück. Jeder Guide legt andere Prioritäten und verfügt immer über zusätzliche Informationen.